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Es gibt Marathontage, an denen nicht nur Zeiten und Platzierungen zählen, sondern vor allem das gemeinschaftliche Erlebnis. Der 27. VVO Oberelbe-Marathon war genau so ein Tag. Schon am frühen Morgen lag diese besondere Stimmung in der Luft: Frühlingssonne über dem Elbtal, spürbare Vorfreude in Königstein, Pirna und Dresden – und das verbindende Gefühl, Teil eines besonderen Lauftages zu sein.

Mit über 9.200 Anmeldungen und knapp 8.100 Finishern über alle Distanzen hinweg verzeichnete der VVO Oberelbe-Marathon zum dritten Mal in Folge einen neuen Teilnehmerrekord. Der zweitgrößte Landschaftsmarathon Deutschlands war so gefragt wie nie zuvor. Erstmals mussten für alle Wettbewerbe Teilnehmerlimits ausgesprochen werden, um Qualität, Sicherheit und das Lauferlebnis für alle Teilnehmer zu sichern.

Sportlich sorgte vor allem Lucas Herrmann vom SCC Berlin für Aufsehen. Er gewann den Marathon in 2:24:45 Stunden – obwohl eine geschlossene Bahnschranke die Spitzengruppe zwischenzeitlich stoppte. Ein Streckenrekord war eigentlich sein Ziel gewesen. „Bis zur Hälfte sah es auch noch gut aus“, sagte Herrmann. Doch neben der unfreiwilligen Pause machte ihm vor allem der starke Gegenwind auf den letzten Kilometern zu schaffen. So blieb die Bestmarke unangetastet – der Sieg war jedoch nie ernsthaft gefährdet.

Freuen konnte er sich trotzdem nur zum Teil: „Eigentlich wollten mein Bruder und ich gemeinsam auf dem Podest stehen“, verriet er im Ziel. Doch sein älterer Bruder Lennart belegte am Ende Rang vier. Hinter dem Sieger liefen Patrick König aus Görlitz (2:25:35) und der Dresdner Peter Frohnwieser (2:29:19) auf das Podium.

Auch bei den Frauen gab es ein starkes Rennen: Ricarda-Sofie Meyer aus Nürnberg gewann in 2:58:40 Stunden und blieb damit bei ihrem erst zweiten Marathon direkt unter der Drei-Stunden-Marke. „Ich bin das erste Mal hier gelaufen, die Strecke war toll, das Wetter auch und die Stimmung war richtig gut. Es hat riesig Spaß gemacht“, sagte sie strahlend im Ziel.

Theresa Döpping aus Leipzig folgte in 3:07:24 Stunden auf Rang zwei, Platz drei belegte Olga Khvostikova in 3:16:41 Stunden.

Ein emotionaler Höhepunkt für viele war erneut der Zieleinlauf im Heinz-Steyer-Stadion. Nach dem Comeback im vergangenen Jahr kehrte der VVO Oberelbe-Marathon bereits zum zweiten Mal an diesen besonderen Ort zurück. Und erneut zeigte sich, warum das Heinz-Steyer-Stadion für viele einfach zum OEM dazugehört: „Der Einlauf durch das Marathontor, die besondere Atmosphäre des Ovals und die letzten Meter auf der Tartanbahn sind einfach nicht zu toppen“, schwärmte eine Teilnehmerin im Ziel.

Wir wissen: nicht alles lief reibungslos – auch das gehört zu einem ehrlichen Rückblick dazu. Unter anderem die Anreise zu den Startorten von Halbmarathon und Marathon sorgte bei manchem von Euch für Unmut: Einer der zusätzlichen Sonderzüge fiel aus, ein weiterer blieb in Rathen stehen und erreichte den Startbereich nur mit deutlicher Verspätung. Wir bedauern die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sehr und entschuldigen uns im Namen aller beteiligten Partner. Gemeinsam arbeiten wir die Situation bereits auf und entwickeln konkrete Verbesserungen für 2027.

Kritik gab es zum Teil auch an der Wegeführung im Stadion. Maßgebliche Grundlage waren die behördlichen Auflagen und das darauf resultierende Sicherheitskonzept für Veranstaltungen dieser Größenordnung. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen arbeiten wir daran, die Besucherströme künftig noch gezielter zu lenken, um Euch den Zugang zum Infield zu erleichtern und Wartezeiten zu verkürzen.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen, die den OEM 2026 möglich gemacht haben. Ein herzliches Dankeschön geht an:

• die Läuferinnen und Läufer, die mit Leidenschaft und Begeisterung auf die Strecke gegangen sind

• die rund 500 Helferinnen und Helfer, die entlang der Strecke und im Hintergrund Großartiges geleistet haben

• unsere Partner und Unterstützer für ihr Vertrauen und ihre langjährige Verbundenheit

• und natürlich die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer, die entlang der Strecke für Motivation, Stimmung und echte Gänsehautmomente gesorgt haben.

Der 27. VVO Oberelbe-Marathon hat einmal mehr gezeigt, was diesen Lauf so besonders macht: die Verbindung von sportlichen Spitzenleistungen mit beeindruckenden Geschichten und einer Gemeinschaft, die weit über den Zieleinlauf hinaus Bestand hat.
Wir freuen uns auf Euch, wenn es 2027 wieder heißt: #FollowTheRiver,

Euer Team vom VVO Oberelbe-Marathon